Ecosystems Management



 
  Naturschutz beginnt vor der eigenen Haustür

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Gemüse liebt Geselligkeit

In der freien Natur wachsen Pflanzen immer in einer Gemeinschaft, helfen und ergänzen einander. Ähnliche Erfahrungen können wir machen, wenn wir im Garten mehrere Gemüsearten und verschiedene Küchenkräuter in einem Beet anbauen. Durch geschickte Kombination können Schädlinge und Krankheitserreger abgewehrt sowie Ertrag und Qualität beträchtlich gesteigert werden.
Mischkultur berücksichtigt die unterschiedlichen Nährstoffbedürfnisse und das Wachsverhalten der Pflanzen. Flach- und Tiefwurzler zusammengepflanzt sorgen für eine optimale Durchwurzelung; die Nährstoffreserven des Bodens können durch ent-sprechende Pflanzenkombinationen optimal ausgenutzt werden.



Durch Duftstoffe und Wurzelausscheidungen können sich Pflanzen gegenseitig fördern und zugleich gegen manche Schädlinge schützen. Die anfliegenden Schadinsekten orientieren sich am Ge-ruch ihrer Wirtspflanze. Steht in unmittelbarer Nähe eine viel stärker duftende Pflanze, können sie so »verunsichert« werden, daß sie, ohne Eier abzulegen, weiterfliegen. Wurzelausscheidungen mancher Pflanzen (Tagetes, Ringelblume) wirken sogar direkt gegen »schädliche« Fadenwürmer (Nematoden) im Boden.

Konsequenter Mischkulturanbau in Abstimmung mit dem Fruchtwechsel ist sicher etwas für die Tüftler unter den Hob-bygärtnern – ein jährlicher Pflanzplan gehört dazu und auch ein wenig Praxiser-fahrung, damit alles wie geplant wächst.





Die folgenden Mischkultur-Beispiele sind besonders gut zum Probieren geeignet:


9-10 b

9-10

  • Möhren mit Zwiebeln oder Lauch: Gegenseitiger Schutz vor Möhrenfliege und Zwiebelfliege und aufeinande abgestimmtes Wachstumsverhalten.

  • Buschbohnen und Bohnenkraut: Wachstumsförderung, Aromaverbesserung und Schutz vor Schwarzer Bohnenlaus.

  • Kohlarten mit Sellerie (als Zwischenpflanzung) und Tomaten (in der Nachbarreihe), die beide zur Kohlweißlingsabwehr beitragen.

Nicht vergessen werden dürfen die Kräuter in der Mischkultur. Mit ihren intensiven Düften können sie verschiedene  Schädlinge abwehren.


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